Tooling experiments

A while ago I read somewhere (I think it was on the book arts mailing list) that someone improvised more sophisticated tooling by forming a piece of wire, heat it, and press that to the leather. If I remember correctly, he used such a procedure to gold emboss a handwritten title on leather covers.

Since I read that, I couldn’t get it out of my head, and so I experimented with that today. I used a fairly thin wire, about as thick as the wire of a common paper clip. I covered a couple of cardboard pieces with different leather scraps and then tried hot and cold embossing, as well as applying gold.

Vor eine Weile habe ich mal von jemandem gelesen (ich glaube es war auf der Book Arts mailing Liste), dass jemand um einen Handschriftzug auf einen Lederdeckel zu prägen, ein Stück Draht entsprechend gebogen hat, und das als Werkzeug benutzt hat. Seit ich das gelesen habe, hat mich der Gedanke daran nicht ganz losgelassen, und so habe ich heute mal damit experimentiert.

I have relativ dünnen Wickeldraht benutzt. Der hat die Hitze sehr schlecht gehalten, das nächste Mal würde ich einen dickeren Draht nehmen. Vielleicht von einem dieser Draht Kleiderbügel, die man manchmal in der Reinigung mitbekommt.

This was the first trial. I dampened this finished goatskin a little (didn’t seem to have much effect though since it is finished), and then placed the cold wire on it and put the whole thing in my book press. – Blind tooling worked, I would say.

Den ersten Versuch habe ich mit Ziegenleder gemacht, das bereits für Buchbinder einen Abschluss bekommen hat (auf English sagt man das ist finished leather – ich weiß gar nicht, wie man das eigentlich auf Deutsch sagen würde). Ich habe das Leder leicht angefeuchtet, aber ich glaube das hatte keinen Effekt weil die Poren ja schon verschlossen sind. Dann den Draht darauf und beides unter die Presse. – Hat gut geklappt.

With upholstery leather it didn’t work well. The impression quickly vanishes again.

Mit Möbelbezugsleder hat es gar nicht funktioniert. – Der Abdruck war zuerstdeutlich, verschwindet aber schnell.

Next I tried heating up the wire and placed some gold foil under it. This first didn’t seem to work at all. I practiced a little and got some results, but it turns out the main effect is pressure, and the gold easily rubs off.

Das nächste Experiment beinhaltete dann das Spiel mit Schlaggold. – Das hat allerdings gar nichts gebracht. Erste Experimente haben gar nichts ergeben, dann habe ich den Draht heiß gemacht, mehr oder weniger gepresst – letztendlich ist mal ein bisschen was von dem Gold hängen geblieben. Aber der Haupteffekt hier war wohl der Druck. Das hat also gar nicht funktioniert.

So with that failed I turned back to blind embossing, but tried the heated wire on the leather to see how and whether it would look different. It smelled, and I guess my wire was pretty hot. Since this was a black piece a burned mark didn’t show up and it looked pretty much like the cold embossed pieces.

Also habe ich einen Versuch mit heißem Draht versucht. Das Leder hat ordentlich gestunken, der Abdruck ist auch klar, aber nicht besser als mit dem kalten Draht. Weil das Leder schwarz war, konnte ich nicht erkennen, ob es eigentlich verbrannt war.

So the last thing I tried was making a burn mark on a red soft suede leather. Burning the leather is something that counts as a fault and mistake with traditional bookbinding, I know. But since the gold didn’t work I was looking for another way of adding color. And burning seemed like one way. So this time, I placed the wire on the leather still red from the fire. – I think I like the result. I will have to experiment a little further to get a more reliable result. Do you know of any disadvantages that burning would have? I guess it jeopardizes the structural integrity of the leather, and it will become brittle faster at the burned spots – anything else?

Also habe ich als nächstes nochmal weißes rotes Wildleder genommen, und es absichtlich mit dem noch rotglühenden Draht verbrannt. Die Idee war das, wo schon das mit der Goldfolie nicht geklappt hat, das hier vielleicht eine andere Art sein könnte, den Abdruck zu färben. Dazu sollte man sagen, dass das Verbrennen des Leders traditionell tunlichst vermieden werden soll, und der Einband als verdorben gilt, wenn das passiert. Ich mag eigentlich wie das hier geworden ist. Es ist noch etwas ungleichmäßig, weil der Draht auch so schnell abgekühlt ist. Mit etwas dickerem Draht würde das vielleicht besser gehen.

Was sind eigentlich die Gründe gegen das Verschmoren des Leders? Ich nehme an, das es verbrannt etwas weniger haltbar ist, an der verbrannten Stelle eher rissig und spröde wird, und letztendlich an dieser Stelle aufreißen wird. Allerdings wird das ja erst in einigen Jahrzehnten Probleme machen. Gibt es anderea an das ich gerade nicht denke?

About buechertiger

This is just a first entry to test these features.
This entry was posted in Chitchat and tagged , . Bookmark the permalink.

2 Responses to Tooling experiments

  1. Liane says:

    Hi meine Liebe, ich mag das, wenn Du Deine Daniel Düsentrieb Seite einsetzt :o)
    Meine Omi war Modistenmeisterin also Hutmacherin und sie hat die Hutstumpen aus Leder und Fell teilweise nass gemacht und mit Hitze geformt oder auch mit Wasserdampf…
    noch ne Idee: den Draht formen(ich hab im Bastelgeschäft Aludraht gekauft der bleibt schön in Form) und dann auf Leder legen und mit dem Bügeleisen die Temparatur aufbringen – ist dann vielleicht nicht soviel Druck -ich weiss ja nicht wieviel Muckis Du hast :) aber die Hitze hält viiiiiiiiiiiiel länger….und vielleicht noch feucht machen?
    viel Spaß noch

  2. buechertiger says:

    Buegeleisen klingt in der Tat wie eine gute Idee! Werde ich demnaechst vielleicht mal ausprobieren. Meine Sorge waere, dass man dabei ein Buegeleisenabdruck aufs Ledercover bekommen koennte. Aber mal schauen…