How to make this book. Part I

book by H. KurzkeYou see here on the left my contribution to the BEST Zombie Award. We are holding a public vote each Halloween to decide who made the best Halloween themed book. (I’ll tell you again when it is time to vote!) When I finished it, I thought that I could make a tutorial about how to make the leather insets, and since I already finished the book and therefore couldn’t make any photos anymore, I made another book.

Oben seht ihr meinen Beitrag zum diesjährigen Zombie Award des Bookbinding Teams auf Etsy. Jedes Jahr wird per Publikumsentscheid der gekürt, der das beste Halloweenbuch gemacht hat. – Ich sage dann nochmal Bescheid, wenn abgestimmt werden kann.

Als ich das Buch gerade fertig hatte, dachte ich, es könnte euch vielleicht interessieren, wie ich diese Ledereinlagen (würde man das Intarsien nennen?) mache. Nun ja, da ich das nun schon fertig hatte, also keine Bilder mehr machen konnte, habe ich also noch ein Buch gemacht. Und von dem zeige ich euch, wie es gemacht wurde.

Love, book by H. KurzkeI am going to show you how to do this one. Since the process is rather long, this post/instruction will have several parts. Part I treats mainly the insets. One warning ahead: I am just showing you how I make this. I never saw instructions for this, or was taught the process by someone else. I just saw people doing it, and found a way to make it, too. It could be that people who properly learned to do it will shake their heads in wonder and/or anger (depending on their temperament) when they see you doing it like this. – Now you are warned. Don’t blame me for any damage you might suffer from that angered book binder.

Weil das relativ aufwändig war, habe ich entschieden, die Beschreibung in mehreren Häppchen zu präsentieren. Im ersten Teil bespreche ich im wesentlichen, wie man eben diese Lederstücke zuschneidet und einsetzt. Bevor es richtig losgeht noch eine Warnung: Ich habe nie von einem anderen Buchbinder gelernt, wie man das macht. Ich hab’ mir nur gedacht, dass das Prinzip (schneide ein Stück Leder raus, setzte ein gleichgroßes wieder ein) ja nicht so schwierig zu verstehen ist, und habe eine Lösung dafür gefunden. Das ist alles. Also keine Garantien dafür, dass es eine besonders gute Lösung ist. Und jetzt geht’s los:

bookmaking 01 by H.KurzkeHere is what I prepared before I started:

  • Signatures/pages (not pictured),
  • paste (in the chinese bowl)
  • boards for the covers,
  • red piece of leather for the spine, obviously as wide as the spine of the book will be plus twice the amount of leather you want visible on the covers plus twice the board’s thickness.  The height is the board’s height plus 3 or 4 cm,
  • two black pieces to cover the rest of the boards. The height is the same as for the first piece of leather, the width is the board’s width minus the overlap of the spine piece, plus 1/2 or 2 cm,
  • a fourth piece of leather to cover the inside of the spine. It is as wide as the spine piece, and as high so that it fills in the space on the spine. So that would be approximately the height of the covers minus 3 or 4 cm. – We will talk about that later again,
  • a piece of paper for a board dummy: I simply put a board onto a sheet of paper, cut all around, and marked the overlap of the spine leather.

Edit: I forgot to mention: Both leathers have to have the same thickness!

Das habe ich vorbereitet bevor ich anfange:

  • Seiten für’s Buchinnere (sind hier jetzt nicht abgebildet),
  • Kleister
  • Buchdeckel,
  • ein rotes Stück Leder für den Rücken außen. Die Breite ist die Breite des Rückens plus 2x die Breite, die auf die Deckel übergreifen soll. Die Höhe ist die der Deckel plus 3 oder 4 cm,
  • zwei schwarze Stücke Leder, um den Rest der Deckel zu beziehen. Sie sind genauso hoch wie das Stück für den Rücken, und so breit wie die Deckel, minus die Breite, die das Rückenstück schon bedeckt, plus anderthalb oder 2 cm,
  • ein weiteres rotes Stück Leder, das die Innenseite des Rückens bedeckt. Es ist so breit wie das Rückenstück, aber nur so hoch, das es gerade die Lücke ausfüllt, also etwa so hoch wie die Deckel minus 3 oder 4 cm. Aber dazu später mehr,
  • außerdem mache ich dann noch aus Papier ein Modell des Vordereckels: Die Pappe als Schablone benutzend, schneide ich ein Stück Papier aus, und markiere darauf wie weit das Rückenleder auf den Deckel übergreifen wird.

Edit: Ich vergaß zu erwähnen: Die beiden Ledersorten müssen die gleiche Dicke haben.

bookmaking 02 by H. KurzkeThe very first step: I draw my design on the paper cover dummy.

Der erste Schritt besteht darin, mein Motiv, das ich aus dem Leder ausschneiden möchte, auf dem Modell des Deckels zu zeichnen.

bookmaking 03 by H. KurzkeI cut off the the area that is going to be red on the cover (that spine overlap that I marked in the beginning). Then I placed the sheet of paper on one of the black leather piece. The exact position was not important for me, so I just did it free handedly. But you could of course mark and measure and place it at the exact position. You could also cut from the backside (use the mirrored design then). Then I cut through the paper and the leather, careful not to shift the paper too much. The sharper the knife the easier this is.

Ich habe dann von dem Papier den Streifen, der noch vom Rücken kommt abgeschnitten, also den Teil, der bei meinem Buch rot ist. Dann habe ich das Papier auf das schwarze Leder gelegt, einigermaßen zentriert, und ausgeschnitten. Die exakte Positionierung war jetzt für mich nicht so wichtig. Man könnte natürlich auch alles messen und ganz genau machen. – Man könnte auch auf der Rückseite arbeiten – dann aber daran denken, dass man das gespiegelte Motiv nehmen muss!

Nun halte ich also das Papier ordentlich fest, und schneide die Herzen aus. Je schärfer das Messer, desto einfacher und sauberer geht das.

bookmaking 04 by H. KurzkeWhen you lift the paper off, probably at some points the leather will still hold together. So now you just carefully pull and cut out the hearts until they come loose.

Jetzt wird das Papier abgehoben, und dann die Lederstücke sauber rausgetrennt. Dafür benutze ich weiterhin das Messer – an einigen Stellen, vor allen den Ecken ist das noch  nicht ordentlich ausgeschnitten. Wird also alles sauber gemacht, und rausgenommen.

bookmaking 05 by H. KurzkeNow I want to cut the red leather the exact same size to fill the hole again. I have several stencils that I could use at the moment: The hollow in the actual cover, the hollow in the paper, or –that is what I find easiest to use — the cut outs.

Als nächstes wollen diese Löcher, die ich in das schwarze Leder geschnitten habe wieder gefüllt werden. Schablonen, um die Herzen aus dem roten Leder auszuschneiden habe ich jetzt eine ganze Reihe: Das Papier, das schwarze Leder und – das finde ich am einfachsten – die ausgeschnittenen schwarzen Herzen. Die lege ich nun also fest auf das rote Leder, und schneide so exakt wie möglich aus.

bookmaking 06 by H. KurzkeThis is the middle sized hear that I cut. As you can see, there are fluffy bits at the sides, and generally parts where the underside of the leather can be seen. These must be cleaned before continuing. But you will still work a lot with these leather pieces anyway.

Next they must be placed into the black leather. See to it that they fit as best as you can make it. Remember that leather stretches, so if the red piece is a little bigger than the hole, that is good. But not as big so that the leather with the inset bulges. It should still lay flat on the table. You can hold the filled leather against the light to see where there are bigger or smaller gaps between the two pieces. Probably you will be cutting here and there a little more to make everything fit well.

Die Herzen müssen nun genau in die Löcher eingepasst werden. Ich schneide sie austomatisch etwas zu groß wenn ich die schwarzen Herzen als Vorlage nehme, und das gefällt mir ganz gut. Die Ränder müssen noch sauber gemacht werden, (auf dem Bild oben kann man zum Beispiel etwas vom Fleisch sehen, Das ist unschön und wird weggeschnitten), und mit wiederholtem Probieren und doch noch ein Stückchen wegschneiden wird das Herz in die Lücke eingepasst. Leder dehnt sich und lässt sich auch ein bisschen stauchen, deshalb ist es gut, wenn das eingesetzte Teil ein kleines bisschen größer ist, damit die Kanten schön eng anliegen. Allerdings darf sich das Lederstück mit den eingesetzten Teilen auch nicht wölben, sondern soll immernoch schön flach auf dem Tisch liegen.

bookmaking by H. KurzkeWhat I wanted to show here is hard to see: the sharp edge of the knife it actually pointing toward the camera: Since the fit is supposed to be tight, it can help to use the blunt edge of the knife to tug in all the edges of the leather.

Auf dem Bild oben wollte ich etwas zeigen, das man nun leider schlecht sehen kann: Die Schneide von dem Messer zeigt in Richtung Kamera: Weil das eingesetzte Motiv ja sehr eng sitzt, hilft es mit der stumpfen Kante an der Trennlinie entlangzufahren, damit auch wirklich alle Kanten schön sind, und das Innere des Leders auch wirklich auf der Innenseite.

bookmaking by H. KurzkeWhen I am satisfied, I fix the hearts in their position, so that I can work on with one piece of leather instead of four when covering the boards. For this I use very thin Asian tissue paper that I glue to the backside of the leather.

Wenn ich mit den eingesetzten Teilen zufrieden bin, werden sie im Leder fixiert, damit ich es später wieder nur mit einem Stück zu tun habe, wenn ich die Deckel beziehen will. Dafür benutze ich ganz dünen Asiatisches Papier (das hier hat ein Gewicht von 5g pro Quadratmeter), das ich auf die Rückseite klebe.

bookmaking by H. Kurzke

If the inset is well done, I can handle the leather with the inset in place carefully without it falling out. So I put it in place while looking at the finished side of the leather, then turned the whole piece around. Now I cut a piece so that it overlaps the design on all edges. It would be o.k. to use one piece for all hearts, too, if this should seem easier.

Wenn das eingesetzte Teil gut passt, dann kann man das Lederstück sogar ein wenig bewegen, ohne dass das eingesetzte Teil herausfällt. Ich passe also das Herz ein während ich auf die Außenseite des Leders schaue, und drehe dann das gesamte Stück um. Nun schneide ich ein Stück Papier zu, dass das eingesetzte Stück an allen Seiten ein wenig überragt.

bookmaking by H. KurzkeI cover the paper indirectly with glue, and then simply attach it to the backside. For a glue I use what I generally use for working with leather: A mixture of wheat and rice paste with a little bit of Planatol Elasta N, a PVA that remains water soluble even after drying.

Dieses Stück Papier wird dann indirekt angeschmiert, und dann einfach auf das Leder draufgeklebt. Ich benutze den Klebstoff, den ich immer für Lederarbeiten nehme: Reis-Weizen-Kleister, in den ich ein bisschen Planatol Elasta N mische, einen Buchbindeleim, der auch nach dem abbinden noch wasserlöslich bleibt.

bookmaking by H. KurzkeThis process looked probably smoother than it was. I went through a couple of attempts with the big heart (which was hardest) until I was satisfied with how it fit into the hole. – The smaller pieces are much easier than the big one!In the second part, I’ll show you how to construct the case for the book. In particular I am going to show you how I make the corners. – Hope you enjoyed it until here!

Das Ganze sah jetzt hier wahrscheinlich müheloser aus, als es war: Besonder für das große Herz hab eich mehrere Anläufe gebraucht, bis ich endlich zufrieden war.

Im zweiten Teil zeige ich, wie ich die Deckel konstruiert und bezogen habe. Insbesondere, wie ich die Ecken gemacht habe. – Ich hoffe, war bis hierhin erstmal interessant! Bis damnächst.

About buechertiger

This is just a first entry to test these features.
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2 Responses to How to make this book. Part I

  1. Rhonda says:

    That looks like a good way to do it, better than methods that I’ve tried! (I’ve also never had any instruction as to the ‘proper’ method, whatever that might be)

  2. buechertiger says:

    Now I am curious to hear how you did it. – I quite liked the result on the book with the circles you had punched out; that was the Nag Hammadi book for the swap on the book arts forum if I remember correctly. I think this was the first time I thought I could try this one time, too.