Paste Recipe / mein Kleisterrezept

kleister 002One of the  nice things about cooking your own paste is that you can control what properties it will have in the end. About a year ago I experimented with different types of flour for my paste and blogged about it (find it here on my old blog).

My main interest in said experiments was, to find out what properties the pastes from different types of grains have. It took a while for the results to settle down a bit, but they have changed the way I make my paste:

My Everyday Paste

Ingredients:

6 cups of cold water
1 cup of wheat flour
1 cup of rice flour

Preparation:

1. Pour water into a saucepan and whisk the flour in. Let it sit for a while.
2. Probably the flour settled to the bottom of the pan. Stir it up and bring the milky water to boil. Stir constantly to make sure that you’ll get no lumps.
3. When the mass starts to boil it gets thick suddenly and a little irregularly. Turn down the heat, and be sure to properly stir and whisk the mass to avoid lumps. Maybe take the pan off the heat completely until everything has the same consistency again. Then place back onto the stove.
4. Let the mass simmer on just little heat. Stir every now and then, and turn the heat completely off after maybe 10 minutes, and when it has the righ level of thickness for your taste.
5. Fill it into a jar and let it cool down. Stir every now and then while it cools to avoid lumps. It will stay fresh about 3 days in the fridge.

Variants:

I prepare two other types of paste for backing fabric, and to make paste paper. They are prepared just the same. But for the backing paste I use 4 cups of water and 2 cups of wheat flour because I want a much thicker paste. And the for paste paper I use 6 cups of water and 2 cups of potato starch. The potato paste is harder to use. But I think the result is worth the effort: the papers look and feel much nice, with a silken shimmer on the surface. – Have fun experimenting yourself!

Das Schöne daran, seinen Kleister selbst zu kochen ist, dass man kontrollieren kann, welche Eigenschaften das fertige Produkt hat. Ich kann nur jeden ermutigen, dass mal auszuprobieren. Selbstgekochter Stärkekleister ist billig, völlig ungiftig, und einfach und schnell zu machen. Im Prinzip kann man dafür alle möglichen Pflanzenstärken nehmen, Reis, Weizen, Mais oder andere, und jede Sorte gibt dem Kleister andere Eigenschaften. Etwa vor einem Jahr habe ich das ausführlich ausprobiert und darüber gebloggt (hier, auf meinem alten Blog).

Es hat eine Weile gedauert, bis sich die Ergebnisse in der Art, wie ich Kleister mache, niedergeschlagen haben, aber mittlerweile ist es so weit. Ich mache 3 Sorten von Kleister: Einen für alltägliche Aufgaben: pur um Leder zu kleben, oder vermischt mit synthetischem Buchbindeleim für andere Aufgaben. Ein anderes Rezept für den Kleister, den ich mache, um Stoff mit Papier zu hinterkleben, und so zum Buchbinden vorzu bereiten. Und noch einen anderen für Kleisterpapier.

Mein Alltagskleister:

Zutaten:

6 Tassen kaltes Wasser
1 Tasse Weizenmehl
1 Tasse Reismehl

Zubereitung:

1. Das Wasser in einen Topf geben und beide Sorten Mehl mit einem Schneebesen in das kalte Wasser rühren, und eine Weile stehen und quellen lassen.
2. Das Mehl hat sich mittlerweile wahrscheinlich am Boden des Topfen abgesetzt. Nochmal kräftig durchrühren und sicherstellen, dass nichts klumpt. Dann unter ständigem Rühren zum Kochen bringen.
3. Sobald die Mehlmilch anfängt, dick zu werden, die Temperatur der Herdplatte herunterdrehen auf kleine Flamme. Es kann sinnvoll sein, kurz den Topf ganz von der Flamme zu nehmen, wenn die Masse so schnell fest wird, dass sich Klumpen zu bilden drohen. Auf jeden Fall ordentlich mit dem Schneebesen rühren und schlagen, bis man einen gleichmäßig dicken Brei hat.
4. Den gleichmäßigen Brei noch eine Weile (etwa 10 min bis er eine schöne Konsistenz hat) weiter köcheln, oder zumindest auf niedriger Flamme heiß sein und eindicken lassen. Dabei gelegentlich umrühren.
5. In ein Gefäß umfüllen und unter gelegentlichem Umrühren kalt werden lassen. Um Kühlschrank hält sich der Mehlbrei etwa 2-3 Tage. Es ist einfach festzustellen, wenn er schlecht geworden ist: Schlechter Kleister stinkt ganz unglaublich, leicht säuerlich und eindeutig schlecht.

Varianten

Wenn ich Stoff mit Papier hinterkleben will, braucht man einen dickeren Kleister. Ich bereite ihn genauso zu, nehme aber nur 4 Tassen Wasser und 2 Tassen Weizenmehl. Wenn ich Kleisterpapier machen will, nehme ich 6 Tassen Wasser und knapp 2 Tassen Kartoffelstärke. Mit dem Kartoffelkleister ist viel schwieriger zu arbeiten, aber ich finde es lohnt sich: das fertige Papier hat hinterher einen seidigen Glanz und fühlt sich viel Schöner an. – Ich wünsche viel Spaß beim Nachkochen und selbst Ausprobieren!

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2 Responses to Paste Recipe / mein Kleisterrezept

  1. Saphira says:

    uih das werd ich bei Gelegenheit mal ausprobieren.
    Bisher hab ich so eine Mischung aus Tapetenkleister mit Holzleim
    geht eigentlich gut…
    aber das hört sich ja echt lustig an!! Daaaaaanke

    Saphira

  2. buechertiger says:

    Der Kleister hier wird dir dann wahrscheinlich nur den Tapetenkleister ersetzen. Aber es lohnt sich. Stärkekleister verarbeitet sich viel schöner als Tapetenkleister, und man kann gut mit Kindern damit basteln, weil es gar kein Problem ist, wenn die ihre verkleisterten Finger mal in den Mund stecken.(Dann natürlich pur benutzen. Zum Papiere verkleben ist das völlig ausreichend und auch viel schöner als die stinkenden Alleskleber.)