Seit etwa 10 Jahren binde ich leere Seiten zu individuell gestalteten Tage- und Notizbüchern. Seit 2008 arbeite ich hauptberuflich mit Büchern und Buchkunst. Im Sommer 2009 habe ich mein erstes Buch mit Instruktionen geschrieben: Ich habe neue Varianten von Kapitalbändern entwickelt, eine Art von Verzierung, die Buchblock und Einband miteinander stilistisch verbindet. - Auch in einem so alten Handwerk wie dem Buchbinderhandwerk sind immer Innovationen und neue Ideen möglich.
Neben spontanen Erlebnissen und Gedanken, die mich zu einem speziellen Werk antreiben,
gibt es zwei Themen, die mich dauerhaft umtreiben, und sich in meinen Büchern verbinden.
Eines dieser Themen ist die Beschäftigung mit (gewöhnlichen) Büchern und dem Lesen.
Ich spiele mit Erwartungen an Bücher und störe diese gezielt: Seiten haben zum Beispiel Löcher,
sind durchsichtig, oder kleben so aneinander, dass man sie nicht blättern kann.
Mit meinem Smiley-Orakel zum Beispiel, stelle ich die Absolutheit des Inhalts
eines Buches in Frage: Ein Buch kann für jeden Leser einen anderen Inhalt haben.
Das andere Thema ist Dreidimensionalität. Ein Buch ist ein dreidimensionaler,
oder sogar vierdimensionaler Gegenstand (Lesen braucht Zeit). Normalerweise vergessen
wir das, und denken vor allem an die eine flache Buchseite.
Das Ziel meiner Arbeit ist es, den Betrachter oder Leser so zu verblüffen, dass er anfängt, über Bücher und sein Leseverhalten neu und anders nachzudenken.
Mehr Informationen über mich finden sie in meinem Lebenslauf, und meine Bücher können Sie in der Galerie ansehen.